Wir brauchen Großes: Großartige Menschen

Wir brauchen Großes: Großartige Menschen

Wir hatten einen Flohmarkt geplant und mit fast allem gerechnet, aber als Claudia Sonnenberg nach dem letzten Deal und der letzten Versteigerung des Tages als Vertreterin der 24 Familien in Ahrweiler Ihre Worte an die knapp 60 Organisatoren und Helfer richtete, verschlug es den Anwesenden die Sprache. Man hätte eine Stecknadel in der Halle fallen hören können, so ergriffen waren diese von dem, was sie hörten: 

„Danke. Danke, dass wir heute hier sein dürfen. Und danke an alle, die diese Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Es ist mit dieser Veranstaltung heute etwas Großes entstanden. Und dieses Große, das brauchen wir im Ahrtal derzeit. 

Wir alle kennen die erschütternden Bilder – von nah oder fern. Menschliche Schicksale, die nicht greifbar sind und eine zerstörte Infrastruktur, die auch nach Wochen noch nicht fassbar ist. Und genau deshalb brauchen wir das Große: Große Gerätschaften, großes Know-how, großartige Menschen und eben leider auch große Spendensummen.  
Wir schätzen aber auch das Kleine: Ohne die kleinen, unkomplizierten und einfachen Lösungen wären wir im Ahrtal noch längst nicht da, wo wir heute sind. Ein Problem – eine Lösung; so funktioniert das in diesen Tagen. Das Große und das Kleine. Das ist wie das heute versteigerte Auto und das kleine Playmobil-Männchen, das ich heute ein einem Stand kaufen konnte. Beides hat seinen Wert. Einen unschätzbaren Wert wie ich finde – ganz besonders in Zeiten wie diesen.“ 

Claudia Sonnenberg schilderte Situation vor Ort und beschrieb eindrucksvoll was es heißt, sowohl das familiäre als auch das berufliche Umfeld in einer Nacht zu verlieren. Sie beschrieb, wie weh es tut, wenn beide Lebensbereiche mit einem Schlag scheinbar verloren gehen und endete nach 10 Minuten ebenso nachhallend, wie sie begonnen hatte: „Veranstaltungen und Hilfen wie diese heute bedeuten Hoffnung für uns. Hoffnung, aus einer schweren Krise herauszukommen und diese meistern zu können. Und dafür sage ich Danke, Danke. Danke für heute und schenke Ihnen – getreu ihrem Motto – ein Lächeln. Denn helfen ist, und das verstehe ich sehr gut, wenn alle lachen. Danke.“  

Sowohl Gerda Schröder als auch Thomas Prehn hatten diesen Worten kaum etwas hinzuzufügen, wenngleich auch sie ihren Dank an allen Helfern und Unterstützern dieser Idee des Flohmarktes richteten, ohne bei der Vielzahl der Unternehmen und Privatpersonen, den Mitglieder der Serviceclubs und auch deren Familien, Einzelne herauszuheben. gemeinsam haben alle dazu beigetragen, ein Gesamtergebnis von über 20.000 Euro für die 24 Familien in Ahrweiler zu erzielen. Die genaue Zahl werden wir bekanntgeben können, wenn die letzten Zahlungen und Bar-Spenden eingegangen und gezählt wurden. Zudem wird der Opel Corsa aus der Versteigerung nicht in Form des Versteigerungserlöses in Ahrweiler für Hilfe sorgen, sondern direkt als Sachspende mit in die Krisenregion fahren und dort seinen weiteren Dienst tun. 

„Das war ein super Tag mit viel Spaß für alle. Ich hatte zum Schluss noch einen dicken Klos im Hals – bin aber dann mit einem ebenso gutem Gefühl nach Hause gefahren, einen wirklich sinnvollen Sonntag mitgestaltet zu haben“, sagte uns einer der Unterstützer heute und spielte damit auch noch einmal auf den Nachhall der Worte von Claudia Sonnenberg an.

Einig waren sich Gerda Schröder und Thomas Prehn zudem darüber, dass eine solche, ebenso positive wie wirkungsvolle Kooperation beider Serviceclubs gerne wiederholt werden kann: „Wir haben das sehr gerne gemeinsam gewuppt, es war und ist eine phantastische Zusammenarbeit und vielleicht ist dieses ja auch der Beginn von weiteren, kooperativen Projekten wie wir noch gemeinsam auf die Beine stellen.“ 


PS: Für eine Spende ist es nie zu spät ;-)

Spende Hochwasser-Nothilfe
Wir unterstützen mit unseren Spenden die 24 Familien der Mitarbeiter der Firma Jansen aus Ahrweiler, die im besonderen Maße von der Katastrophe getroffen wurden. Herzlichen Dank an alle, die sich daran beteiligen.
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10,00 €

Autor: Lions Club Emsdetten

Lions helfen. Dabei wollen wir freundschaftlich, respektvoll und selbstkritisch unsere Umwelt gestalten. Immer mit dem klaren Ziel, Themen und Projekte zu unterstützen, die von Grund auf daraus ausgelegt sind, verantwortungsvoll und nachhaltig die eigenen Ziele zu erreichen. Wir fördern, um zu lernen und möchten Plattformen bieten, um Gehör zu verschaffen.